Qualifizierungschancengesetz beschlossen


Am 30.11.2018 hat der Bundestag das Qualifizierungschancengesetz auf den Weg gebracht. Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales entworfene Gesetzt soll Arbeitgeber, vor allem Kleinst-, Kleinunternehmen und Mittelständler, dazu befähigen, ihre Mitarbeiter weiterzubilden. Das Gesetz greift, wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in einer beruflichen Tätigkeit durch Technologien ersetzt werden können, durch Strukturwandel betroffen sind oder eine berufliche Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben (Fachkräftemangel). Konkret bedeutet dies für Unternehmen: 

  • Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern können sich so bis zu 100% der Weiterbildungskosten sowie bis zu 75% des Arbeitsentgeltes während der Weiterbildung,
  • Kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern bis zu 50% der Weiterbildungskosten sowie bis zu 50% des Arbeitsentgeltes während der Weiterbildung
  • und größere Unternehmen mit über 250 Mitarbeitern bis zu 25 % der Weiterbildungskosten sowie bis zu 25% des Arbeitsentgeltes während der Weiterbildung bezuschussen lassen!

Für Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern gibt es zu dem einen Zuschuss bis zu 100 %, wenn der / die Mitarbeiter/-in über 45 Jahre alt oder schwerbehindert ist. Ein weiterer Vorteil: bei Arbeitnehmer/-innen mit fehlendem Berufabschluss werden berufsabschlussbezogene Weiterbildungen (bspw. der Lehrgang zum/zur Personaldienstleistungskaufmann/-frau) ebenfalls bis zu 100% bezuschusst!

Das Bild des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gibt diese Informationen noch einmal kompakt und anschaulich wieder (größere Darstellung durch Klick auf das Bild).